U23: HSG belohnt sich nicht für großen Kampf!

11. Oktober 2026
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Es war ein gutes, kampfbetontes Spiel unserer U23 gegen den Top-Favoriten aus Gelnhausen, bei dem sich am Ende die Schuchmann-Sieben mit 25:29 geschlagen geben musste.

Die HSG lief zwar lange Zeit einem knappen Rückstand hinterher, doch als Finn Krumbiegel in der 47. Minute erstmals den Ausgleich besorgte, schien eine Überraschung in der Sporthalle Dutenhofen möglich. Bis 3 Minuten vor dem Abpfiff blieb es eine offene Partie, doch in der Schlussphase behielt Gelnhausen Nerven und Übersicht und holte sich – nicht unverdient – die Punkte.

Entsprechend zeigte sich Trainer Eike Schuchmann nach dem Spiel auch etwas enttäuscht: „Wir haben den Aufwärtstrend der letzten Zeit bestätigt, konnten aber die gute Leistung nicht in ein zählbares Ergebnis ummünzen“.

Co-Trainer Tim Lauer brachte es auf den Punkt: „In der entscheidenden Phase haben wir ein paar individuelle Fehler mehr gemacht als Gelnhausen, und das brachte den Gästen den Sieg!“

Doch der Reihe nach: Beim Aufeinandertreffen der beiden besten Abwehrreihen der Liga waren Tore zu Beginn der Begegnung Mangelware. Insbesondere die grün-weißen Angreifer rieben sich an der agilen Gäste-Abwehr auf, kamen in keine gute Wurfposition oder scheiterten am starken Jan-Steffen Minerva im Kasten der Barbarossa-Städter. Bis zur 10. Minute gelang den Grün-Weißen nur 1 magerer Treffer – bezeichnenderweise durch einen verwandelten Strafwurf.

Aber auch Gelnhausen musste viel rackern, um zum Torerfolg zu kommen. Nach der Hälfte der ersten Halbzeit hatten die Gäste erst 6 Treffer erzielt, 2 davon per 7m. Auch in der Folgezeit blieb es – trotz hoher Intensität von beiden Seiten – eine torarme Partie, in der Gelnhausen sich nicht wirklich absetzen konnte. Nach Toren von Youngster Florian Volk und Alois Mraz erzielte Finn Metzler nach 26 Minuten den 9:10 Anschlusstreffer. Die Schlussphase der ersten Halbzeit wurde für die HSG richtig übel: zunächst ließ man eine weitere 7m-Chance ungenutzt und dann wurden binnen 12 Sekunden 2 Spieler für 2 Minuten auf die Bank geschickt. Mit noch mehr Leidenschaft und Einsatz wurde die doppelte Unterzahl relativ gut überstanden. Alois Mraz gelang in dieser Phase der 10. Treffer für die HSG. 2 Siebenmeter-Tore von Gelnhausen bedeuteten dann den 10:13-Halbzeitstand.

Die Gäste legten nach dem Wiederanpfiff los wie die Feuerwehr. Bereits nach 17 Sekunden schlug der Ball im HSG-Gehäuse ein. Die Partie wurde noch schneller, noch intensiver und bot den Fans beider Mannschaften ein tolles Handballspiel. Finn Metzler verkürzte in der 38. Minute auf 13:16, doch 2 Minuten später hatte sich Gelnhausen erstmals eine 5-Tore-Führung erarbeitet. Sollte das schon die Vorentscheidung sein? Keineswegs! Nun besannen sich die HSG-Rückraum-Akteure auf ihre Qualitäten. Leo Zaum, Phillip Opitz und Leon Boczkowski trafen, und mit dem 19:19 durch Finn Krumbiegel war erstmals der Ausgleich hergestellt. Das Hessen-Derby war damit wieder völlig offen und die Halle – so sie denn aufseiten der HSG war – feierte das Team. Es blieb weiterhin eine enge Kiste, immer mit leichten Vorteilen für die Gäste. Gelnhausen schaffte es besser, seine Chancen zu nutzen: sowohl vom 7m-Strich als auch aus dem gebundenen Spiel war die Wurfeffektivität der Kinzigtaler höher als bei den Jungs von der Lahn. Phillip Opitz schaffte es mit einem Doppelschlag, 5 Minuten vor dem Spielende erneut den Anschlusstreffer herzustellen (23:24). Mit diesem Ergebnis ging es dann in die Chrunchtime und hier leistete sich unser junges Team einige individuelle Fehler zu viel: in der Abwehr taten sich größere Lücken auf und im Angriff lud man mit Abspielfehlern und leichten Ballverlusten Gelnhausen zum Gegenstoß ein. Die Gäste bedankten sich dafür und zogen eine Minute vor Spielende auf 28:25 davon und die Partie war entschieden. Nach einem Gästetreffer und einem verworfenen 7m konnte sich Gelnhausen mit dem 29:25-Endstand über 2 weitere Punkte freuen. Auch wenn unsere junge Mannschaft am Ende mit leeren Händen dasteht, hat sie in keinster Weise enttäuscht, sondern gezeigt, dass es auch gegen ein Top-Team der Liga (fast) bestehen kann.

Torstatistik:

Alois Mraz (7), Phillip Opitz (5), Nico Scheibel (5/4), Leonard Zaum und Finn Metzler (je 2), Leonard Volk, Leon Boczkowski, Finn Krumbiegel (je 1), Felix Schneider (1/1)

 

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