U23: Unglückliche Niederlage in letzter Sekunde – HSG verliert in Münster!

6. September 2026
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Nach einem katastrophalen ersten Durchgang und einem 8-Tore-Rückstand zur Halbzeit beweist die U23 Moral, kämpft sich im zweiten Durchgang wieder zurück ins Spiel und verliert mehr als unglücklich in der letzten Spielsekunde mit 25:24.

Die Begegnung gegen die TSG Münster war zunächst eine Fortsetzung des Fehlerfestivals eine Woche zuvor gegen Friesenheim. 13 Fehlwürfe allein in der ersten Halbzeit – 10 weitere folgten in Halbzeit 2 – eine viel zu hohe Zahl an technischen Fehlern und eine häufig indisponierte Abwehr ließen die Mittelhessen von Beginn an ins Hintertreffen geraten. Im Angriff agierten die Grün-Weißen zu statisch, ohne Tiefe, ohne Spielwitz und Durchschlagskraft. Ein Grund hierfür war sicherlich auch, dass Spielmacher Lukas Gümbel aufgrund einer Verletzung im Wurfarm nur in der Abwehr eingesetzt wurde und auch hier nach einiger Zeit nicht mehr weiterspielen konnte.

Folgerichtig lag die Schuchmann-Sieben schnell 5:1 zurück (9. Minute). Bis zur 12. Minute konnte der Rückstand zwar auf 5:4 verkürzt werden, danach folgte aber eine 13minütige (!!) Torflaute. Da halfen auch nicht die zwei Auszeiten von Eike Schuchmann – das Angriffsspiel blieb fahrig und uneffektiv. Münster setzte sich Tor um Tor weiter ab. 15:6 hieß es nach 27 Minuten und die gesamte Partie drohte zu einem Debakel zu werden. Mit der Einwechslung von Leon Boczkowski kam dann mehr Geschwindigkeit in die Offensive, die Außenspieler nutzten ihre Chancen, doch mehr als ein ernüchterndes 16:8 sollte bis zum Pausenpfiff nicht mehr herauskommen.

Schafft es die Mannschaft aus einem solchen Tief wieder herauszufinden? Halbzeit 2 gab die Antwort auf diese Frage. Nach Wiederanpfiff änderte sich zunächst am Ergebnis nichts. Es blieb dabei – die HSG tat sich mit dem Torewerfen weiterhin schwer, musste in der 36. Minute eine doppelte Unterzahl verkraften und war in der 37. Minute wieder bei einem 9-Tore-Rückstand angelangt. Aber: trotz des gewaltigen Rückstands zeigte die Mannschaft eine andere Körpersprache. Routinier Marvin Lindenstruth stabilisierte mit seiner großen Erfahrung den Abwehrverbund. Münster hatte nun zunehmend Probleme beim Abschluss, während die Grün-Weißen häufig über gute Anspiele nach außen zum Torerfolg kamen. In der 53. Minute verkürzten die Mittelhessen auf 23:20 und mit dem 23:23 durch Leo Zaum war die Partie gut 120 Sekunden vor Spielende wieder völlig offen. Die Abwehr ackerte nun mit Herz und Leidenschaft, konnte aber nicht verhindern, dass Münster 80 Sekunden vor Schluss nochmal mit 24:23 in Führung ging. Im direkten Gegenzug sorgte Marvin Lindenstruth mit energischem Einsatz für den erneuten Ausgleich. Noch waren 70 Sekunden zu spielen und Münster in Ballbesitz. Mit freundlicher Unterstützung durch die Unparteiischen blieben die Gastgeber über diese lange Zeit im Angriff. Mehrfach verhinderte die grün-weiße Abwehr Würfe oder Torhüter Pantel parierte. Und doch blieb der Ball bei den Gastgebern. Mit dem letzten Wurf in der letzten Sekunde überwindet Münster Abwehr und Torhüter und netzte zum glücklichen 25:24 ein.

Nun, was soll man zu diesem Spiel sagen? Ein Unentschieden wäre wohl dank der Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit gerecht gewesen. Das Team muss sich aber  erneut selbst an die Nase fassen. Mit 23 Fehlwürfen und keinem Treffer vom 7m-Punkt wird es schwer ein Spiel in der 3. Handball-Bundesliga zu gewinnen.

Torschützen:

Finn Jona Metzler und Finn Krumbiegel (je 5), Phillip Opitz (4), Leon Boczkowski, Leo Zaum, Nico Scheibel (je 2), Felix Schneider, Alois Mraz, Ben Lubbadeh und Marvin Lindenstruth (je 1).

 

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