Im letzten Heimspiel der Saison 2025/2026 trafen die Jungs unserer U23 auf den Tabellendritten aus Hanau. Mit 32:23 konnten sich die Schützlinge des Trainergespanns Eike Schuchmann und Tim Lauer auch in dieser Höhe völlig verdient gegen das Team von Ex-Coach Axel Spandau durchsetzen. Eine beeindruckende Defensivleistung der Grün-Weißen bildete die Grundlage für diesen klaren Erfolg. Hanau biss sich an der gnadenlos guten Abwehr immer wieder die Zähne aus oder scheiterte am glänzend aufgelegten Henrik Naß im Tor der Mittelhessen. Es dürfte wohl ein staffelübergreifender Ligarekord sein, den Gegner in einer Halbzeit auf 4 Treffer zu halten!
Dieses Hessenderby war auch gleichzeitig das letzte Spiel vor eigenem Publikum für eine Reihe von „alt-gedienten“ Spielern der HSG. Leon Bremond und Matthias Schwalbe beenden nach dieser Saison ihre Handball-Karriere, während Madu Okpara und Tom Preuß zu anderen Vereinen wechseln. Über die Verabschiedung berichten wir in einem gesonderten Beitrag.
Die ersten Spielminuten der Begegnung verliefen noch recht zäh, mit einigen technischen Fehlern auf beiden Seiten. Phillip Opitz, mit 8 Treffern erfolgreichster Werfer seiner Mannschaft, hatte nach knapp 4 Minuten das erste Tor des Spiels erzielt. Nach dem Hanauer Ausgleich zum 2:2 in der 8. Minute fand die grün-weiße Offensive aber immer besser ins Match. Der kaum zu bremsende Leo Rettemeier war bis zur 14. Minute gleich 3x erfolgreich, während Hanau seine liebe Not mit der kompakten Abwehr und Torhüter Henrik Naß hatte. Nachdem Phillip Opitz und Leon Bremond auf 8:3 erhöhten, zog Gäste-Trainer Spandau erstmals mit einer Auszeit die Reißleine. Doch auch danach änderte sich an der Situation nichts. Henrik parierte gleich einen 7m, die Abwehr rührte weiter Beton an und die heimische HSG setzte sich mit „einfachen“ Treffern immer weiter ab. Colin Simon traf in der 25. Minute zum 11:3 und nur 11 Sekunden später verwandelte Lukas Gümbel einen eigenen Steal zum 12:3 – und zwang Hanau zur zweiten Auszeit.
Hanau konnte aber auch danach lediglich einen Treffer erzielen, während die Grün-Weißen durch Tore von Leonard Zaum, Alois Mraz und Lukas Gümbel den 15:4-Pausenstand herstellten. Ganz gleich, von welcher HSG man nun Fan war – alle rieben sich gleichermaßen ob des Ergebnisses verwundert die Augen, aber allen war wohl auch klar, dass es in Halbzeit 2 nicht so weitergehen konnte. Oder doch???
Hanau kam mit ordentlich Dampf zurück aus der Kabine, wodurch das Spiel insgesamt mehr Fahrt aufnahm. Die besten Grimm-Städter Torschützen, David Rivic und Cedric Schiefer, kamen nun häufiger zum Torerfolg. Doch die heimische HSG zeigte sich davon völlig unbeeindruckt, denn nach jedem „gefangenen“ Tor netzten die Mittelhessen einfach wieder im Hanauer Kasten ein. Und so lautete der Zwischenstand nach nur siebeneinhalb Spielminuten im zweiten Durchgang 20:8!
Tore fielen nun hüben wie drüben im Minutentakt, aber am Abstand änderte sich nichts Wesentliches. In seinem letzten Heimspiel drehte Leon Bremond auf Linksaußen nochmal mächtig auf und steuerte 2 Treffer bei, Colin Simon war auf der anderen Außenbahn erfolgreich und auch Alois Mraz zeigte sich erneut torgefährlich. Mitte der zweiten Halbzeit war es Phillip Opitz der 3 Treffer in Folge erzielte und beim Stand von 27:16 war in der 46. Minute die letzte Gäste-Auszeit fällig!
Es waren dann einige Anläufe nötig, bis der 30. Treffer für die Mittelhessen fallen wollte. Youngster Felix Schneider war aber dann in der 55. Minute zur Stelle und traf sehenswert zum 30:20. Natürlich war damit die Messe in der Sporthalle Dutenhofen gelesen. Als Madu Okpara in seinem letzten Spiel für die HSG den letzten Treffer der Partie erzielte, stand die gesamte Halle schon eine geraume Zeit und feierte – völlig zu Recht – ihre Mannschaft mit Standing Ovations.
Auch für die scheidenden Spieler war dies der krönende Abschluss einer tollen Saison und – bei Leon und Matze – einer beeindruckenden Handballer-Karriere!
Torstatistik:
Phillip Opitz (8), Alois Mraz und Leonard Rettemeier (je 5), Leon Bremond, Colin Simon und Lukas Gümbel (je 3), Leonard Zaum (2), Madu Okpara, Nico Scheibel und Felix Schneider (je 1)








