Das war nix: vor 1.500 Zuschauern präsentierte sich unsere U23 völlig von der Rolle und unterlag dem Meisterschaftsanwärter aus dem Saarland deutlich – und auch in dieser Höhe verdient – mit 39:20.
Es gibt solche Tage, an denen einfach nichts zusammenläuft, wo nicht nur Harz am Ball klebt und wo man sich zwar redlich bemüht, aber Fortuna offensichtlich im Urlaub ist. Einen solchen gebrauchten Tag erlebten die Mittelhessen bei ihrem Auftritt in Saarlouis. Dabei waren die Rahmenbedingungen deutlich besser, als bei den zurückliegenden Spielen. Einige verletzte Spieler kehrten wieder ins Team zurück und die ausverkaufte Stadtgartenhalle in Saarlouis bildete einen tollen Rahmen für das Spiel des Tabellenersten gegen den Tabellendritten.
Aber lediglich bis Mitte der ersten Halbzeit war es eine Begegnung auf Augenhöhe (8:6, 16. Minute). Danach entwickelte sich für unsere Jungs ein echtes FIAT-Spiel: Fehler in allen (Mannschafts-)Teilen. Rückraum, Kreis, Außen, 1 gegen 1, Durchbruch – ganz gleich auf welcher Position, die Mannschaft blieb überall deutlich unter ihren Möglichkeiten und leistete sich über die gesamte Spielzeit rund 25 (!) Fehlwürfe und ließ zudem noch 3 Strafwürfe liegen.
Ganz anders die Gastgeber. Angetrieben von einer emotionalen Halle spielten sie Tempohandball vom Feinsten, bestraften gnadenlos jeden der zahlreichen Fehler der Mittelhessen umgehend und lagen bis zur Halbzeit schon mit 19:9 in Führung. Bis dahin hatte Trainer Eike Schuchmann bereits 2 Auszeiten genommen, um seine Mannen wieder in die Spur zu bringen. Doch vermutlich hätten an diesem Tag auch keine 10 Timeouts eine Wende bringen können.
In Halbzeit 2 setzte sich der Negativlauf der HSG fort. Ein 5-0-Lauf der Saarländer zum 24:9 zwang Eike Schuchmann bereits in der 35. Minute seine letzte Auszeit zu nehmen, denn es zeichnete sich für sein Team ein Debakel ab. Wirklich besser wurde es anschließend auch nicht und mit Ach und Krach erzielten die Grün-Weißen kurz vor Spielende ihren 20. Treffer.
Mit 39:20 ging die Partie zugunsten der Gastgeber aus und auch wenn noch 7 Partien ausstehen: Saarlouis kann den Sekt für die Meisterschaftsfeier zumindest schonmal kaufen.
Eike Schuchmann hakte diese Begegnung mit folgendem Statement leicht sarkastisch ab: „Lieber ein Mal mit 19 Toren verlieren, als 19 Mal mit einem“.
Torstatistik:
Leonard Zaum (4), Leon Bremond (4/4), Tizian Weimer und Nico Scheibel (je 3), Madu Okpara (2), Leo Rettemeier, Matze Schwalbe, Leon Boczkowski und Phillip Opitz (je 1)








