Die Partie im bergischen Burscheid stand für beide Teams unter ganz unterschiedlichen Vorzeichen: auf der einen Seite die HSG, die sich im Laufe der Saison im oberen Tabellendrittel festgesetzt hat und nach den beiden Niederlagen in den Spitzenspielen endlich wieder einen Sieg feiern wollte. Auf der anderen Seite die Bergischen Panther, die durch eine anhaltende Negativserie immer weiter in Abstiegsgefahr zu geraten drohen. Die Aufgabe für die Mittelhessen war indes schwierig genug, fuhr man doch auf der letzten personellen Rille ins Bergische Land. Zahlreiche Ausfälle und keine Unterstützung durch die eigene A-Jugend führten dazu, dass auch Co-Trainer Tim Lauer wieder das Spieler-Trikot überstreifen musste.
Der Auftakt in die Partie geriet dementsprechend zäh. Zwar legte Niko Scheibel als neuentdeckter Siebenmeter-Schütze das 1:0 vor, doch zahlreiche Fehler auf beiden Seiten führten zu 6 torlosen Minuten. Auch danach lief nicht alles rund. Ein 5:8 Rückstand (21. Minute) war das Resultat einer zu geringen Durchschlagskraft im Angriff mit schwacher Wurfquote. Erst gegen Ende der ersten Halbzeit kam die HSG über Leo Zaum vermehrt zu einfachen Rückraumtoren, gegen die die Abwehr der Panther nur selten Lösungen finden konnte. Im Tor lieferte Hendrik Pantel eine starke Partie ab und sorgte, zusammen mit einer stabilen Abwehr dafür, dass die HSG zur Halbzeit (12:12) wieder ausgleichen konnte. Hellwach kamen die HSG-Jungs aus der Kabine und setzten die angesetzte Serie fort. Schnell waren die Schuchmann-Schützlinge über einfache Tore durch Phillip Opitz und Leonard Zaum auf 18:14 (38. Minute) enteilt. Die Panther steckten nicht auf und konnten beim 22:22 erstmals wieder ausgleichen; in Führung gehen sollten die Hausherren aber nicht mehr in diesem Spiel. Am Ende zollte die kräftezehrende Spielweise der Rückraumakteure Meurer, Ballmann und Exner ihren Tribut. Die HSG-Abwehr gewann ein ums andere Mal den Ball, Pantel zeigte insgesamt 17 tolle Paraden und Zaum sorgte mit seinen Treffern 8, 9 und 10 für Jubel auf der Dutenhofener Bank. So blieb es Nico Scheibel überlassen, nach dem ersten Tor der Partie auch dessen Schlusspunkt zum 29:24 Auswärtssieg zu setzen.
Mit diesem Sieg ist es der HSG bereits am 24. Spieltag gelungen, den eigenen Drittliga-Punkterekord aus der Saison 2018/19 zu brechen. Damals hatte die HSG als Aufsteiger 31:29 Punkte geholt. Nach dem spielfreien Wochenende gibt es am darauffolgenden Freitag in Münster die Chance, diesen Rekord weiter auszubauen.
Torstatistik:
Leo Zaum (10), Phillip Opitz (6), Nico Scheibel (6/4), Lukas Gümbel und Madu Okpara (je 2), Leo Rettemeier, Tom Preuß und Leon Bremond (je 1)








