Mit einer starken Mannschaftsleistung überrollen die Schuchmann-Schützlinge die Gäste des TV Kirchzell und gewinnen im letzten Spiel des Jahres hochverdient mit 31:19! Dabei fällt das Ergebnis für die Unterfranken noch relativ gnädig aus, denn zur Halbzeit war der Mittelhessen-Express bereits auf 17:5 davongezogen.
Eike Schuchmann und sein Team hatten sich für die letzte Begegnung in 2025 so einiges vorgenommen. Nach den ärgerlichen und zudem sehr knappen Niederlagen gegen Gelnhausen und Hanau wollte die Mannschaft vor eigenem Publikum ihre Heimstärke unter Beweis stellen und mit einem guten Gefühl in die Weihnachtspause gehen.
Es brauchte ein paar Spielminuten, bis die Mannschaft auf Betriebstemperatur war – doch dann dominierten die Jungs in grün und weiß. In seinem ersten Spiel nach einer über 12monatigen Verletzungspause (Kreuzband) bewies Noel Benjamin Hoepfner, dass er das Handballspielen keineswegs verlernt hatte. Der 22jährige Rückraumspieler zeigte mächtig viel Zug zum Tor, netzte 4-mal erfolgreich ein und war eine echte Bereicherung im Offensivspiel seiner Mannschaft.
In den ersten 30 Minuten biss sich Kirchzell an der bärenstarken Abwehr der Hausherren immer wieder die Zähne aus. Aggressiv und leichtfüßig zugleich generierten die Mittelhessen etliche Ballgewinne, die in leichte Torerfolge umgemünzt werden konnten. Und kam doch einmal ein gegnerischer Spieler zum Wurf, war im Tor der HSG Hendrik Pantel zur Stelle und verhinderte Schlimmeres. Es war das bislang beste Match von Hendrik im Trikot der U23.
Bereits nach 11 Minuten lagen die Mittelhessen mit 7:2 in Führung. Einige Augenblicke später wurde Kirchzells Top-Spieler Joshua Osifo nach einer Abwehraktion gegen den einlaufenden Colin Simon mit glatt rot des Feldes verwiesen. Unser Rechtsaußen zog sich eine Knöchelverletzung zu und konnte nicht mehr weiterspielen. Wir drücken Colin die Daumen, dass sich die Verletzung als nicht zu schwer erweist.
Die Schuchmann-Sieben spielte sich in der Folge in einen echten Rausch und ließ sich auch durch 2 Auszeiten des Gästetrainers nicht aus dem Takt bringen. Nach dem 11:4 durch Tom Preuß gelang den Gästen in der 19. Minute ihr 5. Treffer. Dieser sollte das letzte Kirchzeller Tor in der kompletten 1. Halbzeit bleiben (!). Auch eine taktische Umstellung (7. Feldspieler) brachte für den TVK keine Wende. Lukas Gümbel, ein ewiger Unruheherd im Kirchzeller Aufbauspiel, stibitzte wiederholt den Ball, traf ins leere Tor oder schickte seine Mitspieler zum Gegenstoß. Die grün-weiße Offensive spielte die Gäste schier schwindelig. Mit großer Dynamik, hoher Passgenauigkeit und guten Wurfentscheidungen wurde die gegnerische Abwehr vor kaum lösbare Aufgaben gestellt. Das 17:5 durch Madu Okpara kurz vor der Halbzeitpause war Lohn für einen gnadenlosen guten Auftritt der Mittelhessen.
Auch im zweiten Durchgang blieb die HSG die spielbestimmende Mannschaft und konnte die Führung bis zur 38. Minute auf 13 Tore ausbauen (Finn Jona Metzler zum 22:9). Getreu dem Motto „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ setzte Eike Schuchmann in der Folge auf seine Nachwuchsspieler. Alois Mraz, Tom Preuß, Finn Jona Metzler und Leo Rettemeier machten dabei ihre Sache wirklich gut und hielten die Gäste weiter auf Abstand. Den Schlusspunkt einer starken Partie setzte Alois Mraz mit dem 31:19-Endstand.
Bemerkenswert ist, dass sich fast alle Feldspieler in die Torschützenliste eintragen konnten. Die Breite im Kader ist ein wesentlicher Faktor für den Erfolg.
Torstatistik:
Noel Benjamin Hoepfner, Leonard Zaum und Leonard Rettemeier (je 4), Leon Bremond, Lukas Gümbel und Tom Preuß (je 3), Ole Klimpke, Mathias Schwalbe, Alois Mraz und Finn Jona Metzler (je 2), Madu Okpara und Nico Scheibel (je 1)







