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Mit einem Bein im Finale
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Burgdorf ohne Chance in Dutenhofen

U19 Saison 16 17DUTENHOFEN - (com). Mit einer bärenstarken Mannschaftsleistung hat die männliche Handball-A-Jugend der HSG Wetzlar im Halbfinal-Hinspiel der Deutschen Meisterschaft den TSV Hannover-Burgdorf mit 32:17 (16:9) auseinandergenommen. Die Basis des Erfolges legte ein glänzend aufgelegter Till Klimpke im Tor in Kombination mit einer kompakten Deckung.

HSG Wetzlar - TSV Hannover-Burgdorf 32:17

Der Bundesliganachwuchs aus Wetzlar weiß Handballfeste zu zelebrieren. Auch der leicht favorisierte Gast aus Hannover konnte daran nichts ändern, denn von Beginn an dominierte die Heimsieben. Die Gastgeber waren von ihrem Trainer Thomas Weber wieder einmal richtig eingestellt worden, besonders in der Abwehr. Nach fünf Minuten verwertete Ian Weber ein Kempa-Anspiel von Linksaußen Jan Reuschling zur 5:2-Führung. Die Niedersachsen fanden absolut nicht in die Partie, sodass ihr Übungsleiter Roi Sanchez nach neun Minuten (7:2) die erste Auszeit nahm. Auch danach lief es nicht besser bei den "Jung-Recken". Neben einer hohen Fehlerquote agierten die Gäste viel zu statisch in der Offensive und schlossen ihre Angriffe häufig nach nur wenigen Sekunden ab - ein gefundenes Fressen für Till Klimpke im HSG-Gehäuse. Der Jugendnationalspieler hielt nicht nur die Bälle, sondern spielte zudem noch zentimetergenaue Gegenstoßpässe, von denen besonders Rechtsaußen Tim Rüdiger profitierte.

"Im Angriff haben wir viele Fehler gemacht und Klimpke hat viel gehalten. In der Abwehr waren wir nicht so schlecht, aber wenn wir 16 Gegenstoßtore bekommen, hast du keine Chancen auf diesem Niveau. Wir waren komischerweise heute richtig schlecht, da wir uns gut vorbereitet haben", resümierte ein enttäuschter Sanchez. Der Spanier musste früh seine Topspieler Diebel, Wilde und Büchner auf die Bank nehmen, da sie unter ihren Möglichkeiten blieben, und auch Malte Donker im rechten Rückraum stand über 60 Minuten neben sich.

Trainer Weber nutzte die starke Leistung seiner Mannen, um schon in der ersten Hälfte seinen Führungsspielern Verschnaufpausen zu geben. Schon das klare Halbzeitergebnis von 16:9 verriet, in welche Richtung die Begegnung gehen würde. Nach dem Seitenwechsel machten die Grün-Weißen da weiter, wo sie aufgehört haben. Aus einer stabilen 6:0-Abwehr wurde der pfeilschnelle Rüdiger auf die Reise geschickte, der auf 17:9 erhöhte. Die Gäste versuchten es weiterhin mit der Brechstange. Besonders der ehemalige Hüttenberger Niklas Diebel suchte sein Heil - vergebens - im Wurfglück.

Im Stile eines Topteams bauten die Domstädter ihr Polster sukzessive aus. In der 40. Minute erhöhte Trainersohn Ian Weber auf 22:12 - somit lagen zum ersten Mal zehn Tore zwischen beide Mannschaften. Am Ende waren es 15 Treffer Differenz.

Von einem gesicherten Finaleinzug wollte Thomas Weber jedoch nichts hören: "Ich bin ein bisschen sprachlos, da ich das so nicht erwartet habe. Natürlich bin ich sehr stolz auf meine Mannschaft, die alles umgesetzt hat, was wir uns taktisch vorgenommen hatten. Das Wichtigste wird nun sein, die Jungs mental richtig vorzubereiten auf den Hexenkessel, der uns in Hannover erwarten wird. Das Ergebnis ist zwar schön, aber noch ist viel zu tun. Das war nicht die Entscheidung."

*

Wetzlar: Klimpke, F. Weber; Reuschling (2), Hafer (1), Weimer (1), Vatter, Sturm, Schreiber (4), Kaiser, Rüdiger (9), I. Weber (7/1), Okpara (1), Waldgenbach (4), Wassberg (3).

Burgdorf: Wernlein, Wilde; Krenke, Mävers, Juric (2), Weiß (1), Lutze (3), Donker (4), Range, Diebel (2), Foltyn, Wetzker (1), Büchner (4/1), Machate.

Schiedsrichter: Thiyagarajah/Thiyagarajah (Gummersbach) - Zuschauer: 1000 - Zeitstrafen: 6:10 Minuten - Siebenmeter: 4/1:1/1.

 

Quelle: Gießener Anzeiger, 15.05.2017