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Grenzwertige Gangart der Gäste
Männer Oberliga

Tim Weber, Hendrik Schreiber, Marvin Lindenstruth und Maduwuike Okpare mit Blessuren / HSG sportlich dominant 

U23 Saison 16 17MÜNCHHOLZHAUSEN - (flo). Problemlos die blütenweiße Heimweste gewahrt: Auch das neunte Heimspiel in dieser Saison gestalteten die Oberliga-Handballer der HSG Wetzlar U23 erfolgreich. Dieser Erfolg geriet mit dem 30:22 (16:10) gegen den TSV Vellmar, der den Mittelhessen im Hinspiel noch einen Zähler abgeknöpft hatte, überaus souverän. Allerdings war er auch teuer erkauft.

Wetzlars Trainer Andreas Klimpke war am Sonntagmorgen schon wieder unterwegs. Besprechungen und Arzttermine standen auf seiner Agenda. Immerhin hatte es einige Grün-Weiße erwischt. „Wir mussten einiges an Schmerzen einstecken“, sagte Klimpke verärgert.

Am schlimmsten traf es Kapitän Tim Weber, der in der Luft angegangen wurde und sich bei einer unglücklichen Landung eine Wadenverletzung zuzog. Ebenfalls nicht gut sehe es aus beim Rückraumlinken Hendrik Schreiber, der aufgrund einer Fersenverletzung bereits gestern Vormittag einen Arzt konsultierte. Dass Marvin Lindenstruth ein blaues Auge und Maduwuike Okpara eine lädierte Nase davontrugen, rundete das Bild ab. „Vellmars Gangart“, kritisierte Klimpke, „war sehr grenzwertig“.

HSG Wetzlar U23 – TSV Vellmar 30:22

Dementsprechend steckte durchaus einige Arbeit im Heimerfolg, sportlich ebenbürtig waren die Nordhessen jedoch nur in der ersten Viertelstunde. Der Schlüssel: Beim Stande von 7:7 (16.) stellte die Bundesligareserve von einer 3:2:1- auf eine 6:0-Deckung um. Den starken TSV-Linkshänder Kevin Trogisch hatte man ohnehin im Griff, aber fortan funktionierte die defensive Zuordnung insgesamt besser. Die Grün-Weißen kamen auf Basis einer sattelfesten Abwehr immer wieder ins schnelle Umschaltspiel, agierten jedoch auch im Positionsangriff sehr geduldig und brachten Vellmars baumlange Akteure plangemäß in die Seitwärtsbewegung. In der 24. Minute stellte Rechtsaußen Jonas Leger bereits auf 11:7, bis zur Pause enteilte Wetzlar sogar auf 16:10.

Auch im zweiten Durchgang ließ die HSG nichts mehr anbrennen. Mal um Mal gelang es, das Spielgerät bis auf die Außenpositionen zu bugsieren. Weil die etatmäßigen Rechtsaußen Leger (trotz fünf Toren) und Lukas Wallwaey die eine oder andere Gelegenheit ausließen, nahm Routinier Timo Ludwig in Hälfte zwei diese Rolle ein und trug mit sieben Toren zum 30:22 bei.

 

Wetzlar: F. Gümbel, Klimpke; J. Wallwaey (4), L. Gümbel (5), Pjanic (2), Leger (5), Lindenstruth (2), L. Wallwaey (1), Schreiber, Schwalbe, Weber (2), Okpara, Lauber (2), Ludwig (7/1).

Vellmar: Becker, Botthof; Otto, Stumbaum (3), Icardo (3/2), Muth, Brückmann (2), Trogisch (5), Botte (4), Kiebach, Steiner (3), Gunkel (1), Petrovszki (1).

Schiedsrichter: Kaiser/Paul (Heusenstamm/Mühlheim) – Zuschauer: 150 – Zeitstrafen: 4:6 Minuten – Siebenmeter: 1/1:4/2.

 

Quelle: Gießener Anzeiger, 06. Februar 2017