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Schreibers „richtig guter Job“
Männer Oberliga

Bei Wetzlarer Auswärtssieg zahlt sich Breite im Kader aus / Rüdiger mit acht Toren in Durchgang zwei

U23 Saison 16 17MELSUNGEN/GIESSEN - (flo). Lange schwergetan, aber letztlich klar die Oberhand behalten: Die Oberliga-Handballer der HSG Wetzlar untermauerten mit dem 34:28 (15:16)-Erfolg bei der abstiegsgefährdeten MT Melsungen II den zweiten Tabellenplatz. Nach dem Derbytriumph gegen Pohlheim sowie dem jüngsten Auswärtssieg in Nordhessen lässt sich konstatieren, dass sich die Grün-Weißen vom Strauchler gegen Bruchköbel nicht aus der Bahn haben werfen lassen. 

Die Wetzlarer brauchten einige Anlaufzeit, um defensiv auf einen grünen Zweig zu kommen. Da haperte es über weite Strecken der ersten Hälfte – 16 Gegentore dokumentieren dies. „Anfangs haben beide Abwehrreihen nicht so zugepackt“, befand Trainer Andreas Klimpke. Insbesondere Melsungens Rückraumhalbe Merlin Kothe (8 Tore) und Cornelius Feuring (6) bekamen die Mittelhessen nicht in den Griff.

MT Melsungen II – HSG Wetzlar U23 28:34

Dass die Bundesligareserve bis zur 13. Minute mit 4:8 in Rückstand geriet, lag dann vor allem an der mangelhaften Chancenverwertung. „Wir haben im Angriff ganz gut gespielt“, sagte der HSG-Coach, „aber haben es versäumt, die Tore zu machen.“ Angetrieben vom starken Hendrik Schreiber, der vor seinen sieben Toren in der Oberliga bereits deren elf in der A-Jugend-Bundesliga erzielt hatte, kämpfte sich die HSG zurück. Der Rückraumlinke, dem Klimpke „sowohl hinten als auch vorne einen richtig guten Job“ attestierte, besorgte denn auch den 9:9-Ausgleich (19.), ehe sich Melsungen bis zur Pause eine 16:15-Führung erarbeitete.

Der zweite Durchgang gehörte nach einer ausgeglichenen Anfangsphase den Grün-Weißen. „Es hat sich ganz klar ausgezahlt, dass wir die breitere Bank hatten“, erklärte Klimpke einen maßgeblichen Erfolgsfaktor. Mit hoher Intensität und sehr kompakt verteidigten die Grün-Weißen, während bei Melsungen zusehends die Kräfte schwanden. Dadurch kam die Klimpke-Sieben immer wieder in Gegenstoßsituationen. Hauptabnehmer: Tim Rüdiger. Der Rechtsaußen erzielte bei makelloser Trefferquote alle seine acht Tore in Hälfte zwei. Von 20:20 (42.) zog Wetzlar bis zur 48. Minute vorentscheidend auf 27:22 davon. Spätestens als Rüdiger mit drei Toren binnen 67 Sekunden auf 33:27 (58.) erhöhte, war die Beute erlegt.

 

Melsungen: Paske, Meyfarth; Rulff, Kienast, Hruby (4), Bärthel (1), Kothe (8), Ignatow, Damm, Feuring (6), Gisbrecht (3/2), Backs (1), Petersen (1), Grolla (4).

Wetzlar: Gümbel, Klimpke (1); J. Wallwaey (3), Gümbel (2), Pjanic, Leger (3), Lindenstruth, L. Wallwaey (n.e.), Schreiber (7), Weber (4), Rüdiger (8), Okpara, Lauber (3/2), Ludwig (3/2).

Schiedsrichter: Lebherz/Mostert (Seligenstadt/Heusenstamm) – Zuschauer: 100 – Zeitstrafen: 8:4 Minuten – Siebenmeter: 4/2:6/4.

 

Quelle: Gießener Anzeiger, 30.01.2017