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Wetzlarer U23-Handballer bei Oberliga-Spitzenreiter Bruchköbel chancenlos
Männer Oberliga

U23 Saison 16 17BRUCHKÖBEL - (flo). Chancenlos im Spitzenspiel: Der Auftakt in die Rückrunde der Oberliga ist den Handballern der HSG Wetzlar U23 mächtig missraten. Beim Tabellenführer SG Bruchköbel unterlagen die Mittelhessen deutlich mit 20:28 (7:15). "Leider wurde aus einem Topspiel eine Lehrstunde", resümierte Wetzlars Trainer Andreas Klimpke. Tatsächlich geriet das Aufeinandertreffen des Ersten gegen den Zweiten zu einer Demonstration der Macht.

SG Bruchköbel - HSG Wetzlar U23 28:20

Von der ersten Minute an ließ sich die Bundesligareserve unter den Augen von HSG-Geschäftsführer Björn Seipp und Bundesliga-Co-Trainer Jasmin Camdzic den Schneid abkaufen.

Bereits in der zweiten Minute wehrte Bruchköbels erfahrener Schlussmann Iteb Bouali erst einen Siebenmeter und dann einen freien Wurf ab. Der ehemalige tunesische Nationaltorwart avancierte zum Teufelskerl: 25 Paraden standen letztlich zu Buche, darunter zwei abgewehrte Siebenmeter. "Wir haben den Torwart warmgeschossen", haderte HSG-Kapitän Tim Weber. 

Aber nicht nur das. Den Grün-Weißen mangelte es an der gewohnten Aggressivität in der Abwehr und ganz maßgeblich an der offensiven Durchschlagskraft. Das war das Kernproblem. Vom üblichen Spielfluss war rein gar nichts zu sehen, man rieb sich verkrampft an der mit höchster Intensität zu Werke gehenden Deckung des Gastgebers auf, fand trotz diverser personeller Konstellationen keine Mittel. Das führte dazu, dass sich Bruchköbel frühzeitig Vorteile erarbeitete. Einen Gegenstoß infolge eines Wetzlarer Ballverlusts verwandelte Jannik Hoffmann nach 14 Minuten zum 8:2. Einzig Lukas Gümbel setzte mal den einen oder anderen Akzent, für vier der gerade einmal sieben Tore der Gäste vor der Pause zeichnete der Mittelmann verantwortlich. Ein verwandelter Siebenmeter von Tegaday Ramos-Nuez sorgte für das Halbzeit-15:7.

Auch nach Wiederbeginn stellte sich keine Besserung ein. Bruchköbel verwaltete die Führung, die Bundesligareserve, bei der Rechtsaußen Lukas Wallwaey (Muskelfaserriss) fehlte, konnte nicht aufschließen. Fast schon symptomatisch war, dass SGB-Kreisläufer Hoffmann sogar mit dem Rücken zum Gehäuse zum 26:15 (52.) traf. In dieser Phase drohte gar ein Debakel, ehe die Klimpke-Truppe noch etwas Ergebniskosmetik betrieb und den Rückstand auf acht Tore beschränkte. "Die Enttäuschung", sagte Klimpke, "sitzt tief."

*

Bruchköbel: Reich, Bouali; Hoffmann (5), Wolff (3), Nath (3), Geisler, Ramos-Nuez (8/3), Vuko, Zutic (3), Hartmann (1), F. Günes (2), A. Günes (2), Bätz (1), Schäfer.

Wetzlar: Scholz (22.-30.), Klimpke; J. Wallwaey (3/3), Gümbel (7), Pjanic (1), Leger (2), Lindenstruth, Bremond (1), Schreiber, Schwalbe (2), Weber (1), Rüdiger (2), Lauber, Ludwig (1).

Schiedsrichter: Hanker/Klimmesch (Wiesbaden). - Zuschauer: 595. - Zeitstrafen: 12:6 Minuten. - Rote Karte: Vuko (55., drei Zeitstrafen). - Siebenmeter: 3/3:5/3.

 

Quelle: Gießener Anzeiger, 16.01.2017