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40 Minuten wie aus einem Guss
Männer Oberliga

OBERLIGA MÄNNER „Durcheinander“ nach personellen Wechseln lässt Bürgel aufschließen

U23 Saison 16 17MÜNCHHOLZHAUSEN - (flo). Es läuft bei der HSG Wetzlar U23. Das 34:30 (23:14) im Spitzenspiel der Handball-Oberliga gegen die TSG Offenbach-Bürgel bedeutet den bereits dritten Sieg in Serie. Etwa 40 Minuten lang war es eine Demonstration der Stärke der Wetzlarer. Da blieben die Gäste den Nachweis, was sie in hohe tabellarische Gefilde geführt hat, vollkommen schuldig. Die Mittelhessen machten, was sie wollten – lockerleicht, ohne die ganz große Mühe. Doch trotz zwischenzeitlichem Elf-Tore-Vorsprung geriet die HSG nochmals in Gefahr. „Was wir 40 Minuten lang gemacht haben, war richtig gut. Über die letzten 18 Minuten müssen wir aber noch mal reden“, resümierte Trainer Andreas Klimpke. Doch der Reihe nach.

Mit dem Start nahm das muntere Wetzlarer Scheibenschießen seinen Lauf. Mit viel Verve und spielerischer Leichtigkeit hebelten die Mittelhessen Angriff für Angriff Bürgels 3:2:1-Abwehr aus. Mal durch schnelle Pässe auf die Außenposition, mal über den Kreis, auch aus der zweiten Reihe. Als Julian Wallwaey auf 7:2 (7.) stellte, nahm TSG-Coach Tom Grunwaldt eine frühe Auszeit.

HSG Wetzlar U23 – TSG Bürgel 34:30

Seine Truppe verweigerte vor der Pause beinahe die Deckungsarbeit. 23 Gegentore sprechen eine unmissverständliche Sprache. Wetzlar machte es geduldig, aber sehr zielstrebig und hatte traumhafte Wurfquoten. Mit Ausnahme einer kurzen Schwächephase schraubte die HSG den Vorsprung konsequent in die Höhe. „Wir haben es gegen die 3:2:1 ziemlich gut gemacht und dann auch gegen die 6:0 breit gespielt und uns nicht festmachen lassen“, befand der Rückraumrechte Timo Ludwig. Mittelmann Lukas Gümbel, emsiger Staubsauger an der Spitze der Deckung, besorgte per Gegenstoß das Pausen-23:14.

Und auch nach Wiederbeginn blieb das Bild das identische. Als die Wallwaey-Brüder Lukas und Julian mit einem Gegenstoß-Doppelschlag auf 27:16 (36.) erhöhten, deutete vieles auf eine Demontage des Aufsteigers hin. Doch das Gegenteil war der Fall. „Das nehme ich hundertprozentig auf meine Kappe“, übte Klimpke Selbstkritik. Er wechselte durch, wollte auch der zweiten Reihe Spielanteile verschaffen. „Mit den Wechseln habe ich Durcheinander reingebracht.“ Zudem lief Bürgels Torwart Marvin Hoppenstaedt heiß. Die Hausherren vergaben in Hälfte zwei 16 Chancen. Die Offenbacher verkürzten bis zur 56. Minute auf 29:31. Erst in Überzahl machte die HSG den Deckel drauf.

„Wir wollten den Moment genießen, den Schwung und Spaß am Spiel mitnehmen“, richtete Klimpke den Blick nicht auf die Tabelle. „Ich hätte nichts dagegen, wenn unser Lauf andauert.“

*

Wetzlar: Scholz (ab 48.), Klimpke; J. Wallwaey (6), Gümbel (6), Pjanic (4), Leger, Lindenstruth (3), L. Wallwaey (9), Bremond, Schreiber (1), Schwalbe (1), Lauber (2/2), Ludwig (2).

Bürgel: Hoppenstaedt, Gezer; Hildebrand (1), Kaiser (1), Neumann (1), Gotta (1/1), Nastos (2), Rivic (9), Müller, Hofmann (1), Lenort (10/1), Cohen, Steinheimer (2/1), Lehmann (2).

Schiedsrichter: Fuchs/Hass (Haibach/ Sulzbach) – Zuschauer: 150 – Zeitstrafen: 2:12 Min. – Rote Karte: Nastos (drei Zeitstrafen) – Siebenmeter: 4/2:4/2.

 

Quelle: Gießener Anzeiger, 07.11.2016