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Erstmals „Hölle Nord“ gestürmt
Männer Oberliga

Junge Gäste behalten kühlen Kopf / Lukas Gümbel und Matthias Schwalbe trumpfen auf

U23 Saison 16 17FELSBERG/ GIESSEN - (flo). Zuhause waren die Oberliga-Handballer der HSG Wetzlar U23 in dieser Saison bislang eine Macht. Nun gelang im dritten Anlauf auch in der Fremde der erste Sieg: Bei der ESG Gensungen/Felsberg behielten die Mittelhessen mit 29:23 (13:10) die Oberhand. „Sowohl mit dem Ergebnis als auch mit der Art und Weise des Zustandekommens bin ich mehr als zufrieden“, resümierte Wetzlars Trainer Andreas Klimpke.

ESG Gensungen/Felsberg – HSG Wetzlar U23 23:29

Erstmals in dieser Runde wurden damit Zähler aus der „Hölle Nord“ entführt. Dass sich die junge Bundesliga-Reserve von der Atmosphäre nicht beeindrucken ließ, spricht für die Reife. „Wir haben immer kühlen Kopf bewahrt. Es macht mich ein Stück weit stolz, wie wir aufgetreten sind“, lobte Klimpke. Nur in der Anfangsphase hielten die in einem Verjüngungsprozess befindlichen Gastgeber Schritt. Nach dem 5:5 (10.) übernahmen die Gäste das Kommando. Der Schlüssel dafür war eine starke 3:2:1-Deckung, die sowohl den wurfstarken Rückraum als auch den zweitligaerfahrenen Kreisläufer Christoph Koch nicht zur Entfaltung kommen ließen. Einzig Rechtsaußen Jan-Hendrik Walther bereitete Schwierigkeiten. Die sattelfeste Abwehr gepaart mit vielen technischen Fehlern Gensungens sorgte dafür, dass die HSG immer wieder über die erste und zweite Welle zu einfachen Toren kam. In Überzahl erarbeiteten sich die Grün-Weißen erstmals einen wirklichen Puffer und zogen von 9:7 auf 11:7 (24.) davon. Und Wetzlar legte nach, erhöhte durch Timo Ludwig auf 13:8 (26.). Bis zur Pause verkürzte Gensungen jedoch auf 10:13.

Bis auf zwei Tore drosselte der Gastgeber nach Wiederbeginn den Rückstand. Doch Wetzlar hatte noch zuzusetzen und setzte sich mit konsequentem Tempospiel ab. Maßgeblich daran beteiligt: Mittelmann Lukas Gümbel. „Er hat sehr gut Regie geführt und auch selbst Torgefahr ausgestrahlt. Das war richtig gut“, sagte der HSG-Coach. Beim 6:2-Lauf der Mittelhessen, mit dem der Vorsprung vorentscheidend von 16:14 (38.) auf 22:16 (48.) ausgebaut wurde, traf Gümbel gleich drei Mal. In der Schlussphase brillierte dann ein anderer: Als Gensungen in der Deckung offensiver zu Werke ging, machte sich vor allem Matthias Schwalbe die sich bietenden Freiräume zunutze und erzielte in den letzten zwölf Minuten alle seine sieben Tore.

 

Gensungen: Lauterbach, Wicke, Röse; Bauer (1), Rossel, Gerhold, Hütt (1), Schmidt (3), Koch, Pregler (3/1), Otto (3/3), Schneider (3), Walther (7), Pollmer (2).

Wetzlar: Scholz, Klimpke; J. Wallwaey (5), Gümbel (6), Pjanic, Leger, Lindenstruth (1), L. Wallwaey (2), Bremond, Schreiber (2), Schwalbe (7/1), Weber (1), Lauber (3/3), Ludwig (2).

Schiedsrichter: Osternig/Schäfer (Dornheim/Groß-Gerau) – Zuschauer: 500 – Zeitstrafen: 6:6 Minuten – Siebenmeter: 5/4:5/4.

 

Quelle: Gießener Anzeiger, 31.10.2016