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Wetzlarer U23 schlägt SG Kleenheim nach hitzigem Spiel
Männer Oberliga

U23 KleenheimMÜNCHHOLZHAUSEN - (flo). Welch ein Derby! Nicht hochklassig, dafür unheimlich intensiv, hitzig und hochspannend. Die beiden Punkte im mittelhessischen Oberliga-Duell heimste letztlich die HSG Wetzlar U23 ein. Mit 27:25 (12:11) setzte sich die Truppe von Andreas Klimpke gegen die SG Kleenheim durch.

HSG Wetzlar U23 - SG Kleenheim 27:25

Exakt drei Minuten vor Schluss spielte der starke Wetzlarer Mittelmann Lukas Gümbel das Spielgerät auf Linksaußen Julian Wallwaey, der zum 26:23 vollstreckte. Die Entscheidung? Mitnichten. Nicht in diesem Nachbarschaftsduell voller Wendungen. Immer dann, wenn eine der beiden Mannschaften drauf und dran war, die Kontrolle zu übernehmen, kippte die Partie. Wenden und Kontrollverluste gehörten zur Geschichte dieses Spiels wie das runde Leder zum Handball. "Keiner konnte Ruhe reinbringen oder mal seinen Vorsprung ausbauen", resümierte Klimpke.

Schon im ersten Abschnitt ging es sehr ausgeglichen zu. Weil Wetzlar viele Fehler beging und einige Chancen liegen ließ, lag Kleenheim nach 21 Minuten mal 9:6 vorne. Doch mit einem 5:0-Lauf, auch bedingt durch eine Überzahlsituationen, wendeten die Grün-Weißen das Blatt wieder und eroberten eine 11:9-Führung (27.). Zur Pause führte Wetzlar mit 12:11. Nach dem Wiederbegann avancierte das Derby dann endgültig zu einem Spiel der Läufe. Zunächst setzte sich Kleenheim ab, Fabian Hoepfner traf per Siebenmeter zum 18:15 (41.) für seine Farben. Anschließend veränderte Wetzlar die Deckungsformation, agierte fortan mit einer 3:2:1-Abwehr. "Die Umstellung auf die offensive Deckung mit Lukas Gümbel an der Spitze war ausschlaggebend", befand Klimpke. Kleenheims Coach Johannes Wohlrab konstatierte: "Dagegen hatten wir kein Mittel, waren dann zu nervös und haben einfache Fehler gemacht." Einige Male ergatterte sich Wetzlars Bundesliga-Reserve das Spielgerät in der Defensive, kam so zu einfachen Gegenstoßtoren. So auch als Wallwaey die Gastgeber mit dem 19:18 (45.) wieder in Führung brachte. Aufgrund einer Überzahlsituation gelang es den Kleenheimern in der Folge trotz des zwischenzeitlichen Rückstands nochmal, sich auf 23:21 (52.) abzusetzen. 

Danach jedoch übernahm die HSG wieder das Kommando. Auf Basis der kompakten Abwehr generierte man Ballgewinne und nutzte offensiv die Chancen. Wieder gelang ein 5:0-Lauf - und damit der scheinbar sichere 26:23-Vorsprung drei Minuten vor Ende. Allein: Kleenheim verkürzte wieder auf ein Tor - und machte sich dann selbst den Garaus, weil acht Gästeakteure auf der Platte waren. In Überzahl machte Wetzlar den Sack zu. Entspannt und zufrieden erklärte Klimpke: "Die Mannschaft hat eine gute Reaktion zur Vorwoche gezeigt, natürlich bin ich glücklich."

 

Wetzlar: Scholz, Klimpke; J. Wallwaey (5), Gümbel (6), Pjanic (3), Leger, Lindenstruth, L. Wallwaey (2), Bremond, Schreiber (1), Schwalbe (2), Weber (1), Lauber (7/6), Ludwig.

Kleenheim: Elsner, Eckhard; Hoepfner (8/4), Keil (1), Straßheim (8), Heimbach (3), Köhler (3), Weller, Woiwod (2), Weinandt, Wiener, Kollmann, Friedrich.

Schiedsrichter: Lambmann/Rehm (Nidda/Rüsselsheim) - Zuschauer: 350 - Zeitstrafen: 10:10 Minuten - Siebenmeter: 6/6:5/4.

 

Quelle: Gießener Anzeiger, 15.10.2016