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„Jeder Schuss war ein Treffer“
Männer Oberliga

Julian Wallwaeys Doppelschlag rettet Gast aus Wetzlar noch einen Punkt

U23 Saison 16 17VELLMAR/GIESSEN - (flo). Erst machte Andreas Klimpke die Leistung seiner Mannschaft zu schaffen, dann bereitete auch noch das Navigationsgerät kleinere Schwierigkeiten. Obwohl die Oberliga-Handballer der HSG Wetzlar U23 lange einem – bisweilen auf sieben Tore angewachsenen – Rückstand hinterherliefen und sich mit einer Aufholjagd letztlich noch ein 34:34 (21:14)-Unentschieden beim Aufsteiger TSV Vellmar erkämpften, war der Trainer nicht zufrieden. „Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen“, resümierte Klimpke.

Ein über die gesamte Partie hinweg nicht in den Griff zu bekommendes Übel war die Deckungsleistung. „Wir haben ohne Abwehr und ohne Torwart gespielt“, machte Wetzlars Übungsleiter aus seinem Ärger über die Darbietung keinen Hehl. Dabei hatten die Mittelhessen vieles ausprobiert: Von der üblichen 3:2:1 über 6:0 hin zu 5:1 und 4:2. Doch es half alles nichts. Wetzlar bekam keinen Zugriff. „Es war eine einzige Katastrophe“, meinte Klimpke.

TSV Vellmar – HSG Wetzlar U23 34:34

Nach ausgeglichenem Beginn gab eine Vellmarer Auszeit nach einer Viertelstunde dem Spiel die erste Wendung. In knapp fünf Minuten zog der Gastgeber von 10:8 (16.) auf 15:9 (21.) davon, weil die HSG in dieser Phase zu unkonzentriert agierte. Und wenn die Grün-Weißen nicht trafen, hatten sie ein Problem. Auf der Gegenseite nämlich vollführte Vellmar ein munteres Schützenfest. „Jeder Schuss war ein Treffer. Das kommt eben zustande, wenn man nicht am Mann ist. Dabei wussten wir, dass Vellmar sehr wurffreudig ist“, haderte Klimpke. Insbesondere die Linkshänder Benjamin Gunkel (8 Tore) und Kevin Trogisch (9) waren nicht aufzuhalten. Zur Pause führte Vellmar mit 21:14.

Diesen Rückstand verkürzte Wetzlar nach Wiederbeginn sukzessive. Die nach etwa 40 Minuten installierte kurze Deckung gegen Gunkel zeigte ihre Wirkung. „Bei Vellmar“, sagte Klimpke, „war dann die Luft raus.“ In der 50. Minute gelang dann dem Rückraumlinken Edi Pjanic, mit 13 Toren zumindest offensiv in Hochform, der 28:28-Ausgleich. Das sehr kampfstarke Vellmar – acht Zeitstrafen sprechen eine klare Sprache – setzte sich nochmals auf zwei Tore ab, letztlich aber sackte Julian Wallwaey mit einem Doppelschlag den Punktgewinn ein.

 

Vellmar: Gumula, Botthof; Menche, Otto, Stumbaum (3), Icardo (7/4), Brückmann, Trogisch (9), Botte (2), Kiebach (1), Steiner (3), Gunkel (8), Petrovszki (1).

Wetzlar: Scholz; J. Wallwaey (5), Gümbel (7), Pjanic (13/2), Leger (3), Lindenstruth (2), L. Wallwaey (1), Schwalbe (1), Agel, Weber, Lauber (1/1), Ludwig (1/1).

Schiedsrichter: Binzer/Enge (Groß-Gerau/Dornheim) – Zuschauer: 400 – Zeitstrafen: 16:0 Minuten – Rote Karte: Steiner (58.) – Siebenmeter: 4/4:7/4.

 

Quelle: Gießener Anzeiger, 10.10.2016